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Steuern optimieren im Kanton St. Gallen: Das sind die 5 wichtigsten Abzüge

Die Steuererklärung kostet Zeit und Nerven. Das St. Galler Steueramt prüft genau, lässt dir aber bei korrekter Deklaration für die Steuerperiode 2025 interessanten Spielraum. Umso wichtiger ist es, dass du deine legalen Möglichkeiten kennst und die kantonalen Maximalbeträge voll ausschöpfst. Unser Ansatz für deine Finanzplanung ist einfach: Du zahlst nur das, was du wirklich musst.

Wir haben die fünf effektivsten Abzüge für dich analysiert und zeigen dir, wie du sie optimal nutzt.

Du möchtest den Kopf lieber frei haben? Bevor du dich selbst durch die Formulare arbeitest, lohnt sich ein Blick auf unsere massgeschneiderte Landingpage für die Steuererklärung St. Gallen . Hier erfährst du alles über unseren reibungslosen, rein digitalen Ablauf.

1. Versicherungs- & Krankenkassenprämien

Deine privaten Prämien für die Krankenkasse, Unfall-, Lebens- oder Rentenversicherungen sowie Sparzinsen sind im Kanton St. Gallen bis zu einem fixen Maximalbetrag abzugsfähig. Achtung: Erhaltene Prämienverbilligungen müssen abgezogen werden.

Maximaler Abzug (Verheiratete):

  • CHF 6'800 für die Kantons- und Gemeindesteuer.
  • CHF 3'700 für die Direkte Bundessteuer.

Maximaler Abzug (Übrige Steuerpflichtige):

  • CHF 3'400 für die Kantons- und Gemeindesteuer.
  • CHF 1'800 für die Direkte Bundessteuer.

Der FIN-Tipp: Wenn du keine Beiträge in die Pensionskasse (2. Säule) oder Säule 3a eingezahlt hast, erhöht sich dieser Abzug bei der Kantonssteuer um CHF 1'100 (Verheiratete) bzw. CHF 500 (Alleinstehende). Vergiss zudem nicht den Zusatzabzug von bis zu CHF 1'100 (Kanton) bzw. CHF 700 (Bund) pro Kind.

Mehr Infos: Umfassender Guide zu Versicherungsabzügen in der Schweiz

2. Berufsorientierte Aus- und Weiterbildungskosten

Investitionen in deine Ausbildung belohnt der Fiskus. Abziehbar sind selbst getragene Kosten für beruflich orientierte Aus- und Weiterbildungen (ohne Erstabschluss auf Sekundarstufe II).

Maximaler Abzug:

  • CHF 13'000 für die Kantons- und Gemeindesteuer sowie die Direkte Bundessteuer.

Der FIN-Tipp: Eine St. Galler Besonderheit: Wenn du unselbstständig erwerbstätig bist, gewährt dir der Kanton einen Pauschalabzug von CHF 400 ohne Belegnachweis für kleinere Auslagen. Sobald deine Kosten höher sind, musst du diese mit Rechnungen belegen. Wenn du zwingend einen Laptop für die Weiterbildung kaufen musstest und diesen auch privat nutzen kannst, akzeptiert das Steueramt maximal 50 % der Anschaffungskosten.

Mehr Infos: Weiterbildungskosten steuerlich absetzen — So geht's

3. Säule 3a (Gebundene Selbstvorsorge)

Der Klassiker der Steueroptimierung. Beiträge an anerkannte Vorsorgelösungen kannst du direkt vom Erwerbseinkommen abziehen.

  • Maximaler Abzug (mit Pensionskasse): CHF 7'258.
  • Maximaler Abzug (ohne Pensionskasse): 20 % des Nettoerwerbseinkommens, maximal CHF 36'288.

Der FIN-Tipp: Verteile dein 3a-Guthaben auf bis zu drei Konten. So kannst du die Gelder später über mehrere Jahre gestaffelt beziehen und brichst die Steuerprogression bei der Auszahlung. Berücksichtige bei deiner Vorsorgeplanung immer auch künftige Pensionskassenbezüge, um unangenehme Steuerfolgen im Alter zu vermeiden.

Mehr Infos: Säule 3a Maximalbeträge und Anlagestrategien

4. Pensionskasseneinkauf (2. Säule)

Freiwillige Einkäufe in deine Pensionskasse sind vollumfänglich abzugsfähig und senken dein steuerbares Einkommen im Einzahlungsjahr.

Maximaler Abzug: Begrenzt durch deine individuelle Deckungslücke (siehe aktueller Vorsorgeausweis).

Der FIN-Tipp: Beachte die gesetzliche Dreijahres-Sperrfrist. Wenn du innerhalb von drei Jahren nach einem Einkauf einen Kapitalbezug aus der Pensionskasse tätigst (z. B. für Wohneigentum), streicht das Steueramt den Abzug nachträglich. Kaufe dich also nicht ein, wenn du zeitnah einen Vorbezug planst.

Mehr Infos: PK-Einkauf: Vermögensaufbau und Steuerersparnis kombiniert

5. Kinderdrittbetreuungskosten

Wenn du deine Kinder (unter 14 Jahren) extern betreuen lässt, kannst du diese Kosten abziehen, sofern sie im direkten Zusammenhang mit deiner Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkeit stehen.

Maximaler Abzug (pro Kind):

  • CHF 26'700 für die Kantons- und Gemeindesteuer.
  • CHF 25'800 für die Direkte Bundessteuer.

Der FIN-Tipp: Verpflegungskosten gelten nicht als Betreuungskosten. Wenn auf der Rechnung der Kita oder Tagesmutter die Essenskosten nicht separat ausgewiesen sind, kürzt das St. Galler Steueramt deinen Abzug pauschal um CHF 8.– pro Tag.

Mehr Infos: Kinderbetreuung und Steuern in der Schweiz

Kantonsvergleich

Wie steht St. Gallen im Schweizer Vergleich?

Auf einen Blick: maximale kantonale Abzüge im Vergleich.

Versicherungspraemien (verheiratet, kantonal)

GE
CHF 17'122
BS
CHF 8'400
SZ
CHF 8'400
AG
CHF 7'200
ZG
CHF 7'000
TG
CHF 7'000
SG
CHF 6'800
ZH
CHF 5'800
BL
CHF 4'000

Weiterbildungskosten (kantonal)

BS
CHF 19'100
AG
CHF 18'000
SZ
CHF 16'000
SG
CHF 13'000
TG
CHF 13'000
GE
CHF 12'756
ZH
CHF 12'400
ZG
CHF 12'000
BL
CHF 12'000

SG dein Kanton: Plus CHF 400 Pauschalabzug ohne Beleg.

Kinderdrittbetreuung pro Kind (kantonal)

SG
CHF 26'700
GE
CHF 26'320
BS
CHF 26'000
ZG
CHF 25'400
ZH
CHF 25'000
AG
CHF 25'000
TG
CHF 10'100
BL
CHF 10'000
SZ
CHF 8'000

SG dein Kanton: Hoechster Kantonal-Abzug der Schweiz. Minus CHF 8/Tag falls Verpflegung nicht separat ausgewiesen.

Dein Weg zur reibungslosen Steuererklärung

Selber ausfüllen kostet Zeit und birgt das Risiko von Fehlern. Wenn du Klarheit und Sicherheit suchst, übernehmen wir das für dich. Unser Expertenteam analysiert deine Situation und erstellt deine Deklaration schlüsselfertig.

Profitiere von unserem modernen Ansatz: Kein Papierkram, klare Kommunikation und transparente Pauschalpreise. Hier geht es direkt zur FIN Landingpage für die Steuererklärung St. Gallen .

Quellen und weiterführende Informationen

Die steuerrechtlichen Richtlinien basieren auf der Wegleitung zur Steuererklärung 2025 des Kantons St. Gallen (PDF) . Weitere kantonale Formulare und Wegleitungen findest du beim Kantonalen Steueramt St. Gallen .

Häufige Fragen

Wann muss ich meine Steuererklärung 2025 einreichen?

Die reguläre Einreichungsfrist im Kanton St. Gallen endet für unselbstständig Erwerbende in der Regel am 31. März 2026.

Wie funktioniert die Fristerstreckung im Kanton St. Gallen?

Benötigst du mehr Zeit, kannst du die Frist ganz einfach vor Ablauf elektronisch über das St. Galler Online-Portal (mit Registernummer und Geburtsdatum) verlängern.

Was passiert, wenn ich die Steuererklärung nicht einreiche?

Wer seiner Deklarationspflicht trotz Mahnung nicht fristgerecht nachkommt, muss im Kanton St. Gallen mit einer Ordnungsbusse rechnen, die in der Regel mindestens CHF 250 beträgt. Bleibst du untätig, schätzt dich das Steueramt nach pflichtgemässem Ermessen ein — was meistens zu deinem Nachteil ausfällt.

Kann ich meine Belege elektronisch einreichen?

Ja, der Kanton St. Gallen stellt mit «E-Tax SG» eine webbasierte Lösung zur Verfügung, bei der sämtliche Belege digital hochgeladen und übermittelt werden können. Wenn du den Service über FIN nutzt, lädst du deine Belege einfach und sicher in unser digitales Kundenportal hoch, und wir übernehmen die komplett papierlose und korrekte Übermittlung für dich.

FIN Disclaimer:

Die Inhalte in diesem Blog dienen ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken. Sie stellen weder eine Finanz-, Anlage- noch Steuerberatung dar und koennen eine individuelle Beratung durch qualifizierte Fachpersonen nicht ersetzen. Wir bemuehen uns um Korrektheit, Vollstaendigkeit und Aktualitaet der Informationen, uebernehmen jedoch keine Haftung fuer Fehler oder Auslassungen. Beitraege koennen persoenliche Einschaetzungen widerspiegeln, die sich im Laufe der Zeit aendern koennen. Externe Links fuehren zu Inhalten Dritter, fuer die wir keine Verantwortung uebernehmen.

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